Methoden anzuleiten, gehört für viele Menschen zur Bildungs-, Jugend- oder Projektarbeit dazu – und ist gleichzeitig oft mit Unsicherheit verbunden. Was, wenn die Methode nicht „funktioniert“? Was, wenn die Gruppe nicht mitgeht? Und wie lassen sich Lernräume in der politischen Bildung so gestalten, dass sie wertschätzend, beteiligungsorientiert und zugleich machtkritisch sind?
Dieser zweitägige Methodenworkshop richtet sich an Fachkräfte, Ehrenamtliche und Engagierte, die ihre Methodenkompetenz stärken und vor allem ins Tun kommen möchten. Im Mittelpunkt steht ein geschützter Lernraum, in dem Teilnehmende Methoden selbst anleiten, ausprobieren und gemeinsam reflektieren können – ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Praxis und kollegialem Austausch. Neben einem gemeinsamen Einstieg in die Methodenarbeit liegt der Schwerpunkt auf dempraktischen Erleben: Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, eigene Methoden anzuleiten – sowohl aus einem Methodenpool als auch Methoden, die sie schon lange im Kopf haben, sich aber bisher nicht getraut haben, umzusetzen.
Gemeinsam schauen wir anschließend darauf:
• Was hat gut funktioniert – und warum?
• Wo gab es Unsicherheiten oder Stolperstellen?
• Welche Rolle spielt die eigene Haltung und Präsenz bei der Anleitung?
• Wie gehe ich mit Nervosität, Widerstand oder Unklarheiten in der Gruppe um?
Der Workshop versteht Methoden nicht als starre Werkzeuge, sondern als lebendige Prozesse, die von Haltung, Kontext und Gruppe geprägt sind. Fehler und Unsicherheiten werden dabei ausdrücklich als Lernchancen verstanden.
Inhalte und Schwerpunkte:
• Grundlagen der Methodenarbeit und Gruppenanleitung
• Abbau von Methodenangst und Stärkung der eigenen Sicherheit
• Praktisches Anleiten und Erleben verschiedener Methoden
• Kollegiale Reflexion und konstruktives Feedback
• Austausch über Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen aus der Praxis
Der Workshop richtet sich an Menschen, die bereits erste Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen gesammelt haben und sich in einem diversitätsbewussten und diskriminierungskritischen Selbstverständnis verorten. Der Fokus der Methodenwerkstatt liegt auf dem praktischen Einüben von Methoden und der kollegialen Reflexion. Eine grundlegende Einführung in Diversitäts- oder Diskriminierungstheorien kann im Rahmen dieses Workshops nicht geleistet werden.
Der Workshop findet in Präsenz statt und lebt vom Mitmachen, Ausprobieren und gemeinsamen Lernen.
Amelie Henze (sie), Bildungsreferentin zu den Themen: Workshopgestaltung, Vielfalt & Queerfeminismus
Manfred Brink (er), Bildungsreferent im VNB und der Fachstelle vielgestaltig* 2.0 zu den Themen: Geschlechterreflektierte Arbeit mit Männern, Diversitätsbewusste Projekt- und Angebotsgestaltung, Rechte Männlichkeiten
Dienstag, 09.06.2026 | 10.00-18.00 Uhr
Mittwoch,10.06.2026 | 09.30-16.30 Uhr
Anmeldeschluss: 30.05.26
75 € Teilnahmebeitrag inkl. Verpflegung und Übernachtung (Vollverpflegung, Unterbringung in Einzelzimmern).