Freiwilligenakademie Niedersachsen e.V.

Dorfmoderation Niedersachsen

Was ist Dorfmoderation?

Die Entwicklung der Dörfer Niedersachsens bedarf vielfältiger Impulse, um geeignete Antworten auf die brennenden Zukunftsfragen zu finden und den Herausforderungen der Zeit zu begegnen. Die Qualität der Umsetzung konkreter Maßnahmen und deren nachhaltige Wirkung werden dabei maßgeblich durch die Akteure vor Ort beeinflusst.

In diesem Zusammenhang können einzelne Engagierte, qualifizierte Dorfmoderator*innen, eine wichtige Rolle im Rahmen der Prozessgestaltung übernehmen und wertvolle Impulse für den Ablauf der Dorfentwicklung setzen. Ziel der Dorfmoderation ist es, mit Fachwissen und Methodenkompetenz, konstruktive Kommunikation innerhalb der Dorfgemeinschaft zu initiieren und zu verstetigen sowie die Umsetzung daraus erwachsener kreativer Projektideen, die das Dorf l(i)ebenswerter gestalten, zu unterstützen.

Ausgaben für die Dorfmoderation zur Unterstützung der Veränderungsprozesse in Dörfern und Dorfregionen sind zuwendungsfähig im Rahmen der ZILE-Richtlinie.

Wer kann Dorfmoderator*in werden?

Erwachsene im ländlichen Raum, die Interesse an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit haben und bereit sind, im Team und eigenverantwortlich eine Moderatorenfunktion im Dorf zu übernehmen, können sich zu Dorfmoderator*innen qualifizieren. Förderlich sind dabei Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit, Empathie sowie eine lösungsorientierte Grundeinstellung.

Wie wird man Dorfmoderator*in?

Interessierte wenden sich an ihre Gemeinde, ihren Landkreis oder eine andere kommunale Gebietskörperschaft oder einen kommunal-regionalen Zusammenschluss (z. B. Verband) gem. BMQ-Richtlinie . Von dort werden sie bei der Freiwilligenakademie Niedersachsen für das Qualifizierungsprogramm angemeldet.

Geplante Lehrgangsangebote gibt es regelmäßig an verschiedenen Standorten in Niedersachsen. Ausführliche Informationen zu aktuldungsdatenbank der Freiwilligenakademie auf der Internetseite www.freiwilligenakademie.de bereitgestellt.

Was tun Dorfmoderator*innen?

Dorfmoderator*innen gestalten Dialogprozesse im Dorf und kommunizieren diese öffentlichkeitswirksam.

Beispielweise können Sie:

_ Akteure im Dorf vernetzen,

_ Veranstaltungen, wie Dorfbegehungen und Dorfversammlungen, moderieren,

_ Projektgruppen bei der Koordinierung und Umsetzung ihrer Vorhaben beraten und unterstützen.

Wie werden Dorfmoderator*innen qualifiziert?

Um als Dorfmoderator*innen aktiv zu werden, qualifizieren sich interessierte Personen in einer modularen Fortbildung. Der Umfang jedes Moduls beträgt 2 x 3 Tage.

Voraussetzung für die Teilnahme am Modul 2 ist die Teilnahme am Modul 1 oder der Nachweis, dass vergleichbare Eingangsvoraussetzungen mitgebracht werden (z. B. durch Teilnahme an einer Fortbildung mit adäquaten Inhalten). Die entsprechenden Angaben sind auf dem Anmeldebogen zu vermerken.

Modul 1: Zertifikatslehrgang: "Engagementlotsen für Ehrenamtliche in Niedersachsen"

Themen: Basiswissen zum bürgerschaftlichen Engagement, wie Freiwilligenkoordination, Projektmanagement, Kommunikation und Netzwerkbildung

Modul 2: Zertifikatslehrgang: "Dorfmoderatoren BMQ Niedersachsen"

Themen Fachebene Dorf: Aktionsraum Dorf, Lebens- und Arbeitsraum Dorf, aktuelle Handlungsfelder (z. B. Demografie, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Innenentwicklung, Baukultur und ländliche Siedlung), Arbeitstechniken und Prozessbausteine,

Methoden und Techniken: Rolle des Moderators im dörflichen Zusammenhang, wertschätzende Kommunikation, Konfliktmanagement, Moderation von Gruppen, Netzwerkarbeit, Changemanagement und Projektmanagement.

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